WARUM? DARUM!

STOFFTASCHE STATT PLASTIKBEUTEL

Plastiktüten – Nein danke! Eine Einstellung, die sich immer mehr in unserer Gesellschaft verbreitet. Uns wird von Tag zu Tag bewusster, wie Plastik sich negativ auf unsere Umwelt, aber auch auf unsere eigene Gesundheit auswirkt. Wir sehen täglich Bilder von Meereslebewesen, die sich in unserem Kunststoffmüll verheddern oder sogar an ihm elendig sterben. Und auch das Mikroplastikproblem, welches u. a. aus den zig Millionen Plastiktüten resultiert, die weltweit nach einmaliger Benutzung auf dem Müll landen, ist uns aus den Medien bekannt. Deshalb greifen wir nun immer lieber auf Taschen aus Baumwolle oder Jute zurück, um unseren ökologischen Fußabdruck (vermeintlich) zu reduzieren.

 

KRITISCHE KLIMABILANZ

Aber aufgepasst: Stofftaschen sind nicht direkt ökologischer als Plastikbeutel, das hat eine britische Studie herausgefunden. Dies liegt vor allem daran, dass die Klimagasemission bei der Produktion von Taschen aus Baumwolle oder Jute ziemlich hoch ist. Baumwolle z. B. braucht für ihr Wachstum sehr viel Wasser. Außerdem ist sie in ihrer Verarbeitung viel, viel aufwendiger als die gute, alte Plastiktüte.

 

VORTEILE EINER STOFFTASCHE

Dennoch lohnt es sich, statt zu Kunststoffbeuteln zu einer Textilalternative zu greifen – u. a. aus den bereits oben genannten Gründen. Darüber hinaus spricht für die Baumwolltasche, dass sie aus nachwachsenden Rohstoffen und nicht aus Erdöl hergestellt wird und damit biologisch einwandfrei abgebaut werden kann. Des Weiteren ist sie mehrmals verwendbar und punktet mit ihrer Langlebigkeit. Ein Plastikbeutel hingegen wird durchschnittlich einmal verwendet und dann weggeschmissen. In vielen Teilen der Welt kommt zusätzlich noch das Problem hinzu, dass Kunststoff nicht recycelt und damit wiederverwendet wird.

 

STOFFBEUTEL NACHHALTIG NUTZEN

Um aber deinen Jute- oder Baumwollbeutel möglichst nachhaltig zu verwenden, solltest du ihn so oft wie möglich benutzen. Die Klimagasemission ist nämlich erst nach 131-maliger Verwendung ausgeglichen. Deshalb lohnt es sich, bei jedem Einkauf an den kleinen Tragehelfer zu denken. Hier macht es Sinn, einfach immer im Rucksack oder in der Tasche einen dabei zu haben, damit auch bei Spontankäufen nicht auf Plastikbeutel zurückgegriffen werden muss.
Sollte dein Beutel mal schmutzig sein, weil ein Joghurtbecher geplatzt oder dein Lieblingssojakakao ausgelaufen ist, werfe ihn nicht direkt weg-, sondern lieber zu deiner Dreißiggradwäsche in die Waschmaschine. Dann ist er wieder sauber und du kannst ihn noch ganz lange weiterverwenden.

 

KLEINER EXTRATIPP

Solltest du dennoch mal einen Plastikbeutel nicht umgehen können oder noch eine leere Klopapierverpackung zuhause haben, benutze sie doch als Müllbeutel oder schneide sie auf und verwende sie als Tischschutz bei künstlerischen Aktivitäten.

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