WARUM? DARUM! - Bio-Qualität

„BIO“ – ein Begriff, der uns mittlerweile fast täglich begegnet. Ob in der Gemüseabteilung im Supermarkt, in der Kühltheke des Discounters oder auch in der Drogerie – überall finden wir jene drei Buchstaben, die uns zumeist in Fettdruck und natürlich in leuchtend grasgrüner Farbe auffordernd anschauen. Doch ist „BIO“ wirklich so gut für die Umwelt, wie dir alle weiß machen wollen? Und warum muss jetzt auch dein Shampoo ultrabio sein?

BIO – Wert und Wirkung

„BIO“ ist genauso wie „ÖKO“ eine gesetzlich geschützte Bezeichnung für Produkte, die aus einer möglichst natürlichen und artgerechten Landwirtschaft stammen. Wer also BIO-Lebensmittel und Kosmetik mit ökologisch angebauten Inhaltsstoffen kauft oder produziert, leistet einen aktiven Beitrag für den Umwelt- sowie Tierschutz. Netter Nebeneffekt: Bio-Produkte sind nicht nur für Flora und Fauna gesünder, sondern auch für dich.

Genau deshalb haben wir bei Kastenbein & Bosch uns dafür entschieden, all unsere Öle, Extrakte und sonstige Ingredienzien nicht aus konventionellem Anbau zu beziehen, sondern uns zu 100 Prozent für die schonendere und natürlichere Alternative zu entscheiden.

Im Siegel-Dschungel

Im Bereich der biologischen Landwirtschaft herrschen klare Vorgaben, die einerseits darauf abzielen, Gemüse, Getreide und Co. tunlichst nachhaltig, natürlich und umweltschonend anzubauen und andererseits zum Ziel haben, die Nutztierhaltung so gesund und artgerecht wie möglich zu gestalten. Dass Höfe diese Richtlinien einhalten, erkennst du ganz leicht an einem zertifizierten BIO-Siegel wie z. B. unserem von BIO-Austria. All diese Siegel unterscheiden sich jedoch in ihren einzelnen Bestimmungen und sind mehr oder minder streng. Trotzdem müssen sie drei grundsätzliche Regel einhalten.

  1. Zertifizierte Bio-Produkte dürfen nicht mithilfe von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel angebaut werden.
  2. Bei biologischer Landwirtschaft dürfen keine löslichen mineralischen Düngemittel verwendet und
  3. Nutztiere müssen möglichst artgerecht gehalten werden.

Natürlich-sanft statt giftig grün

In der konventionellen Landwirtschaft werden u. a. Pestizide und Fungizide verwendet, um die angebauten Pflanzen vor Schädlingen zu schützen. Da es sich hierbei aber um Gifte handelt, die nicht zwischen „gut“ und „böse“ unterscheiden können, werden z. B. auch nützliche Insekten wie Bienen getötet und damit der natürliche Kreislauf aus dem Gleichgewicht gebracht. Außerdem erreicht das Gift über die Nahrungskette auch den Menschen und lagert sich in seinem Fettgewebe ab, beeinflusst das Hormonsystem und ist wohlmöglich sogar krebserregend – für alle Beteiligten also eigentlich ein Minusgeschäft.

Natur für mehr Natürlichkeit

Bei bio- und speziell BIO-Austria zertifizierten Höfen ist dies anders: Hier wird mittels natürlichen Pflanzenschutzes, wie z. B. Förderung von Nützlingen und Eindämmung von Schadinsekten durch natürliche Feinde, die Ernte erhalten. Außerdem wählen die Bauern generell besonders vitale und widerstandsfähige Pflanzenarten aus, die nicht überzüchtet und dafür aber an den Standort angepasst sind. Eine Alternative, die weder Natur noch Ernte schadet.

Wachse und gedeihe – aber schnell

Auch bei den Düngemitteln unterliegen Bauernhöfe, die ein BIO-Siegel tragen, strengeren Auflagen. Sie dürfen keine löslichen Mineraldünger verwenden, die zwar schnell Nährstoffe für die Pflanzen zur Verfügung stellen, aber u. a. den pH-Wert des Bodens stark negativ beeinflussen. Außerdem gefährden sie den Aufbau und die Bewohner der natürlichen Bodenschichten und stehen zudem unter dem Verdacht, dass sie – ähnlich wie Pestizide und Fungizide – krebserregende Stoffe enthalten. In der biologisch-zertifizierten Landwirtschaft darf dementsprechend nur organischer Dünger wie Dung verwendet werden oder ein Mineralischer, der schwerer löslich ist und somit das Ökosystem „Acker“ nicht durch eine „Bombenwirkung“ aus dem Gleichgewicht bringt.

Tierwohl und Umweltschutz

Insgesamt 12 Prozent der gesamtdeutschen Treibhausemmission wird durch Nutztierhaltung hervorgerufen – auch diesem Problem nimmt sich die biologische Landwirtschaft an. Dementsprechend gibt es z. B. eine Bestandsobergrenze, die sich u. a. an der Stickstoffproduktion pro Hektar Land orientiert (170kg/ha/Jahr). Des Weiteren müssen die BIO-Austria-Bauern dafür sorgen, dass ihre Kühe, Schweine und Co. artgerecht gehalten werden; darunter fallen z. B. der dauerhafte Zugang für Rinder zu einem Freigelände und in der Vegetationsperiode zu Weideland. Auch genügend Platz im Stall für jedes einzelne Tier fällt unter den Oberbegriff „artgerechte Haltung“.

BIO drauf und BIO drin

Zusätzlich werden die Tiere in einem ökologischen Landwirtschaftsbetrieb mit Bio-Futter gefüttert und dürfen weder Antibiotika noch Wachstumsförderer bekommen. Dies hat vor allem den Grund, dass eben jene Stoffe durch den Konsum von Fleisch- und Milchprodukten auch in den menschlichen Organismus geraten und dort Schaden anrichten können. Da verzichtet man doch gerne drauf!

BIO kaufen = Verantwortung übernehmen

Biologische Landwirtschaft leistet somit einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung des natürlichen Ökosystems und unserer Umwelt, in der du und auch wir noch möglichst lange Leben wollen. Deshalb ist es sinnvoll selbst bei Kosmetik – wie z. B. Haarpflegeprodukten – auf ein BIO-Siegel zu achten, denn damit unterstützt du eine nachhaltige, schonende Agrarwirtschaft und tust gleichermaßen etwas für deine Gesundheit.

Außerdem hat Kosmetik aus rein biologischen Inhaltsstoffen noch einen Vorteil: Sind keine Chemikalien drin, können auch keine ins Grundwasser geraten und es verschmutzen. So einfach kann Umweltschutz sein!

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